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Das Stirnband. Ist es nur ein Mode-Accesssoire oder in der Welt der NBA irgendwie … mehr? Christian Orban mit einem Deep Dive in zwei Teilen in die Geschichte der Kopfbedeckung.

Text: Christian Orban

Isaiah Thomas, zweimaliger All-Star und gegenwärtig der drittbeste Scorer der Basketball Association, wuchs in den 1990er und 2000er Jahren in der Hafenstadt Tacoma im US-Bundesstaat Washington auf. Gelegen im Pierce County, ist Takoma Teil der grünen Metropolregion Seattle. Die „Emerald City“, die von 1967 bis 2008 die Seattle SuperSonics beheimatete (hoffen wir darauf, dass sie in Zukunft tatsächlich „zurückkommen“), war zugleich Thomas‘ Studienort. An der University of Washington brillierte er für die Huskies unter dem langjährigen Erfolgscoach Lorenzo Romar (der u.a. auch Brandon Roy, Nate Robinson, Terrence Ross und Marquese Chriss angeleitet hat); zuvor hatte er an der heimischen Curtis Highschool bereits seinen unbändigen Scoring-Drang unter Beweis gestellt.

Schon damals betrachtete „IT“ sein heute äußerliches Markzeichen, sein Stirnband, als integralen Teil seiner Uniform (wenngleich er unter Ex-NBA-Einser Romar, der wie so viele Cheftrainer keines duldete, darauf verzichten musste). In seiner Welt ist der heutige Celtic nicht vollständig bekleidet, solange kein Headband auf seinem Kopf sitzt. Dabei benennt er diese soziale Praktik als ein „Seattle/Tacoma thing“.

Nachdem Sonics-Point Guard „Slick“ Watts das Stirnband gemeinsam mit Wilt Chamberlain parkettfähig gemacht hatte (nachzulesen in HH, Part I), trat zunächst aber nicht Thomas, sondern ein anderer, heuer hoch dekorierter Seattleite in seine Fußstapfen: Der „Jet“ Jason Eugene Terry. Gewinner des „Sixth Man of the Year“-Awards (2009) und bekanntermaßen NBA-Champion mit den Dallas Mavericks (2011), hat der 39-Jährige bis dato die drittmeisten Dreipunktwürfe in der Geschichte der Liga versenkt (aktuell 2233 an der Zahl). Zudem stehen in „JTs“ Erfolgsvita eine NCAA Championship (1997) mit der University of Arizona sowie zwei Staatsmeisterschaften mit Seattles Franklin Highschool (1994/95).

Was seine Selbstpräsentation auf dem Spielfeld anbetrifft, hat sich der „Jet“ Watts (der in der NBA auch mit auffälligen hohen, weißen Socken an den Start ging) zum Vorbild genommen und die Tradition des Stirnbandtragens weitergeführt. „Slick Watts was the man when it came to wearing headbands“, bestätigt Terry, der bisher in 1.351 NBA-Saisonspielen aufgelaufen ist (Rang 13 all-time) und nunmehr für die jungen Bucks in limitierten Minuten Führungsstärke sowie seine Dreierpotenz einbringt. Wobei er mit Blick auf seinen seit frühen Hawks-Tagen (Ende 2000) unverzichtbaren Kopfschmuck bemerkt: „I wear them because I just like the way they feel and the way they make me look.“

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