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Das Stirnband. Ist es nur ein Mode-Accesssoire oder in der Welt der NBA irgendwie … mehr? Christian Orban mit einem Deep Dive in zwei Teilen in die Geschichte der Kopfbedeckung.

Text: Christian Orban

Beim diesjährigen, sportlich wieder einmal wertlosen NBA All-Star Game in New Orleans waren in basketballkultureller Hinsicht immerhin vier Stirnbandträger im Showeinsatz. So viele, wie seit fünf Jahren bzw. dem letzten Dekadenwechsel nicht mehr. 2012 stellten LeBron James, Paul Pierce, Carmelo Anthony und Deron Williams für die Ostauswahl ihren farblich abgestimmten Headbands zur Schau. 2009/10 amtierten „King James“, „The Truth“, Allen Iverson und (Nachrücker) Mo Williams respektive James, Pierce, Rajon Rondo und Gerald Wallace sowie (für den Westen) „Melo“ und Zach Randolph als Vertreter der Stirnbandfraktion. Die offenkundigen Konstanten unter den Auswahlspielern, die als Aushängeschilder der Association den Kopfschmuck hochhalten, sind für diesen Zeitraum somit schnell ausgemacht: James, Pierce und Anthony, wobei der Osten auffällig überrepräsentiert ist.

In diesem Jahr hätten eigentlich nur „King in the Fourth“ Isaiah Thomas und „Ex-King“ DeMarcus Cousins das Band aufrechterhalten, doch gesellten sich letztlich „Melo“ (nachnominiert für den verletzten Kevin Love) und überraschend Stephen Curry (wohl aus einer Laune heraus) hinzu. Der wurffreudige Doppel-MVP, der im Gegensatz zu seinem Bruder Seth für gewöhnlich kein Headband trägt, musste daraufhin ein „starker Krieger“ sein und allerlei Spöttelei über sich ergehen lassen; was einerseits auf die stets wach(sam)e virtuelle Basketballwelt hindeutet, und andererseits schon andeutet, dass das Stoffaccessoire mit An- und Sehgewohnheit, dem modischen Trend und Zeitgeschmack korreliert, ja durchaus öffentliche wie persönliche Relevanz aufweisen kann.

Als langjähriger und erfahrener Stirnbandträger weiß insbesondere Warriors-Widersacher „King James“ davon zu berichten. „When I was a kid, I started wearing them in high school because of style“, erinnert der Chef-Cavalier und erklärt. „I started wearing a headband because of Allen Iverson, I started wearing an arm sleeve because of Allen Iverson, I got tattoos because of Allen Iverson. So it was a style thing.“ Ein angeeigneter Style, an den sich auch seine Fans und Kritiker gewöhnt hatten – und daher geschockt reagierten, als der viermalige MVP in Spiel sechs der 2013er Finals im Schlussviertel (gegen Tim Duncan) sein Stirnband verlor und anschließend einfach ohne Kopfbekleidung weiterspielte.

Und damit nicht genug der Aufregung; angeführt von James liefen die Heatles in der Folge heiß und egalisierten den Rückstand gegen die bereits siegessicheren Spurs (gewiss, nicht zuletzt dank Ray Allens legendären Eckendreier zum Ausgleich). Im sogenannten „Headband Game“ legte ein „verwandelter“ LeBron, den viele „nackt“ kaum wiederzuerkennen glaubten, ohne ebendieses zwölf Punkte, drei Rebounds, zwei Assists, einen Block sowie insgesamt ein Triple-Double (32/11/10) auf. Zumal die stirnbandlose Aufholjagd des späteren Meisters seinerzeit eine spaßige Twitter-Eruption auslöste. Kultürlich auch, weil „LBJs“ breites Headband über Jahre hinweg haarspalterischen Insiderwitzen (ob seines vieldiskutierten zurückweichenden Haaransatzes) Auftrieb gegeben hat.

Diesen nahm der heute 32-Jährige vor nun gut zwei Jahren die Grundlage – indem er seitdem, mit Ausnahmen und nach mehr als einer Dekade, auf ein Stirnband verzichtet. „I did it because I just wanted to look like my teammates“, bedeutete der „Auserwählte“ damals. „Just wanted to be one. Nothing more than that.“ Heute ist Frisurenkünstler Iman Shumpert in der Cavs-Rotation der einzig verbliebene (Gelegenheits-)Stirnbandträger; bei den Heat trägt überhaupt kein Spieler mehr Stoff am Kopf …

So hat James‘ Entscheidung in puncto Erscheinung wohl auch etwas mit der veränderten Konjunktur des Headband zu tun. Wie eingangs angeführt, ziehen derzeit lediglich drei All-Stars, „IT“, „Boogie“ und „Melo“, noch konstant Kopfbekleidung auf. Hinzukommen ehemalige Auswahlspieler und Altstars wie „Z-Bo“ (Stirnbandträger seit seiner Blazers-Zeit), Pierce (seit seiner ersten All-Star-Saison) und Vince Carter (seit späten Toronto-Tagen); zudem Starter wie Myles Turner, Tobias Harris und Seth Curry; sowie vor allem Rollenspieler und Veteranen wie der „Jet“ Jason Terry, Jared Dudley, Ty Lawson oder Corey Brewer, die seit jeher auf ihr Stirnband vertrauen. (Ferner könnten abseits einiger unsteter Träger, neuerlich der Warriors-Bank um JaVale McGee und Ian Clark, Dante Cunningham und Malcolm Delaney genannt werden.)

Jene überschaubare und dezent überalterte Gruppe steht im ausgeprägten Kontrast zur Headband-Hochkonjunktur Mitte der 2000er Jahre. Beispielsweise liefen beim All-Star Game 2004 in Los Angeles „A.I.“, „Vinsanity“, „The Truth“, Jermaine O’Neal, Baron Davis, Kenyon Martin sowie (zeitweise) Ron Artest als „Headband Brothers“ auf – für den Westen hielt Brad Miller den Kopf geschmückt und damit die Ehre hoch. Stilikone Ben Wallace trug seinen eindrucksvollen Afro zur All-Star-Feier derweil ungebändigt (ohne Stirnband) zur Schau. 2006, in Houston, kam die Ostauswahl alleine auf sieben aktive Headbands („LBJ“, „A.I.“, „V.C.“, „The Truth“, „Big Ben“, seine Pistons-Kollegen Rasheed Wallace und Rip Hamilton, einen verletzten Jermaine O’Neal nicht eingerechnet) …

Erinnert sei ergänzend an Teams wie die 66-Siege-Cavs (2008/09) mit ihrer Headbandfraktion um „King James“ (Mo Williams, Delonte West, Anderson Varejao, Daniel Gibson und „Big Ben“); an die polarisierenden und implodierenden Blazers um „Sheed“, „Z-Bo“ und Bonzi Wells – eine Mannschaft, in der sogar Scottie Pippen flüchtig Stirnband (und Cornrows) trug. Oder an die jugendlichen Clippers um Lamar Odom, Corey Maggette, Quentin Richardson und Darius Miles. Ihr Style – der nicht zuletzt durch die von LeBron angesprochene immense kulturelle Prägekraft von „The Answer“ in Mode kam (Iverson patentierte den oft kopierten Cornrows/Headband-Look, inklusive des zweifarbig gestreiften Stirnbandes, alldieweil er auch den Shooting Sleeve einbrachte) –, war in der Liga vor zehn, 15 Jahren auch deswegen überaus präsent, weil die NBA auf Hip-Hop setzte. Zumindest auf eine stets durch Ex-Boss David Stern eingehegte Lightversion.

Denn die Association spielt bekanntlich gerne mit, wenn es Dollars zu verdienen gibt. Sonach schlug sie bereits in den 90ern – als die Hip-Hop-Generation als kulturelle und kommerzielle Kreativkraft von sich reden machte, ein Crossover-Publikum erreichte und schließlich Mainstream wurde – eine neue Marketingrichtung ein. Zusehends war in puncto Sprache und Slogans, Trikots und Teamlogos, Hallen- und Highlightmusik eine popkulturelle Neuausrichtung erkennbar: Die NBA wollte cool, hip oder einfach ein bisschen „schwarz“ sein. Also sprang sie auf den bald von Iverson geführten Hip-Hop-Zug auf, um Kasse zu machen.

Während in der US-Popkultur Anfang der 2000er Künstler wie 50 Cent, Nelly und Ja Rule (die nicht selten mit Headbands ausgestattet waren) prominent den Ton angaben, erfreuten sich Stirnbänder unter NBA-Spielern zunehmend großer Beliebtheit (jahrelang hatte wohlgemerkt allein Trail Blazer Clifford Robinson ein solches getragen; später mehr zu ihm). Rasch gehörten sie für viele Athleten, zuvorderst aufgrund des angesagten „urbanen“ Retro-Looks, wie Schuhe, Schoner und ebenfalls en vogue Schweißbänder, ganz selbstverständlich zu ihrer Spielkleidung. Ein Modetrend, den die wachsame Liga erkannte und daher umgehend alle Teams mit neuen, farblich angepassten Headbands ausstattete. Mit darauf gut sichtbar platziertem NBA-Logo, versteht sich.

Wer fortan keine Geldstrafe riskieren wollte, sah sich danach gezwungen, diese lizensierte, offizielle Version aufzuziehen, oder eben auf das Accessoire zu verzichten. Querdenker und Vielredner Rasheed Wallace kam dagegen als Trail Blazer auf die selbstbestimmte Idee, sein Headband einfach linksherum zu tragen, so dass „The Logo“ Jerry West nicht mehr zu sehen war. Eine provokante Praxis, die der NBA wenig überraschend missfiel und sie zu unterbinden wusste. (Nebenbei: als Piston wartete „Sheed“ einmal mit zwei Stirnbändern auf; sehenswert ist in dieser Hinsicht auch Flügelspieler Tim Thomas mit einer Schwarz-Weiß-Kombi während seiner Zeit bei den Bucks …)

Später (zirka ab 2007) ersann Rajon Rondo eine alternative Variante, die andere Spieler wiederum zeitweilig aufgriffen (u.a. J.R. Smith) und bei der Ligaführung ebenfalls nicht gut ankam, da Jerry West nun auf dem Kopf stand: Abend für Abend trug der streitbare Celtics-Aufbau sein Headband mit nach unten gekehrtem Logo, bevor die Liga letztlich (um 2010) ein Verbot aussprach. Rondo entsagte daraufhin für eine Zeit gänzlich dem Stirnbandtragen (wobei „Studien“ nahelegen, dass er mit Kopfbekleidung produktiver agiert …).

Auch seitens der NBA-Coaches, besonders denen der „alten Schule“, wurden Headbands nicht immer wohlwollend aufgenommen. Ganz im Gegenteil. Etwa bezeichnete Heat-Pate Pat Riley das Stirnbandtragen einst als Ausdruck einer grassierenden „disease of ‚me‘“ – Selbstdarsteller würden zu sehr mit sich beschäftigt sein, damit vom Spiel ablenken und den Teamgeist unterminieren, lautete sein Vorwurf. (Falsifiziert durch die Charlotte Hornets um Baron Davis, der 2001, nach einer gewonnenen Playoffserie, den Teambuilding-Effekt einer gemeinsamen Kopfbekleidung herausstellte: „There’s power in the headbands. Some of the guys didn’t want to do it at first … Then we won a couple of games. So now they believe.“ Kollege P.J. Brown pflichtete „Boom Dizzle“ bei: „I feel a lot of love among this team right now. Did it start with the headbands? I don’t know. But we’re a close team right now, and everyone’s feeling it.“)

In Chicago herrschte auf Geheiß von Bulls-Eigner Jerry Reinsdorf langjährig sogar ein Stirnbandverbot vor. Erkennbar hatte die Führung damit am Auftreten und Aussehen Hip-Hop affiner „Headband Brothers“ wie Eddy Curry und Eddie Robinson (Teil der gescheiterten „Baby Bulls“ Anfang der 2000er) nachhaltig Anstoß genommen und dann ihre Schlüsse gezogen (Ähnliches geschah in Portland nach der sogenannten „Jailblazers“-Ära unter der Aufsicht von „Taskmaster“ Nate McMillan). „Some people do perceive it as a component of hip-hop style“, erklärt Kulturkritiker Todd Boyd mit Blick auf das hier und dort unterbundene Stoffband. „And a lot of people have very negative attitudes about hip-hop, which they tend not to know a lot about.“

So musste 2006 selbst All-Star Ben Wallace (die Top-Free-Agent-Verpflichtung der Bulls im Sommer des Jahres) unter Coach Scott Skiles zunächst mehrfach auf der Bank platznehmen, weil er herausfordernd sein gewohntes Headband aufgezogen hatte. Im Nachgang der Konfrontation gab „Big Ben“ selbstbewusst zu Protokoll: „I’m man enough to take the punishment. But I’m not sorry.“ Letztlich gewährte Skiles ihm das Tragen des Stirnbandes erst in der nachfolgenden Spielzeit (2007/08, in der Wallace nach Cleveland getradet wurde). O-Ton des knallharten Cheftrainers: „We still have a no-headband rule. I just left it up to the guys who have been here if they wanted to make an exception for Ben. I was fine with it. They were fine with it.“

2011 brauste die Stirnbanddiskussion in der „Windy City“ nochmals kurz auf, als sich „Maskenmann“ Rip Hamilton der Franchise anschloss. Jedoch durfte der Ex-Piston seine charakteristische Gesichtsmaske letztlich (via Ausnahmereglung) auch weiterhin mit einem Headband fixieren.

Derweil hatte Trainerlegende Jerry Sloan in Salt Lake City seinerseits eine Anti-Stirnband-Haltung etabliert, der auch sein traditionsbewusster Nachfolger Geltung verschaffte. „I don’t have any headband players around here“, ließ Tyrone Corbin (2011-14 Jazz-Headcoach und zuvor Spieler sowie Assistant unter Sloan) einst verlauten, „I haven’t seen a headband yet that helps a guy make a shot or get a rebound. We’ve got towels if they want to wipe the sweat off their face. Plus, we got some nice looking guys, so I think the headband takes away from their look.“

Deron Williams und C.J. Miles etwa, sahen dies erfahrungsgemäß wohl ein wenig anders. Als sie die Jazzer nach Jahren gen Osten verließen, legten sie sich freiheitlich erstmal ein schmückendes Headband zu. „It’s just part of being in the business“, bekundet Corbin (heute Co-Trainer bei den Suns) hingegen und betont: „You understand when you go to different organizations, different franchises and what their standards are. You conform to it whether you like it or not. Some guys fight it and fight it for the wrong reasons, and it hurts their performance. But the sooner you accept it and just go with it – everybody is a little different.“

Wie wahr und gut, dass es demnach auch andere Cheftrainer wie Mavs-Coach Rick Carlisle gibt, der seinen Spielern als erwachsenen Männern die Freiheit einräumt, sich individuell zu gerieren. Und sei es durch ein Stück Stoff am Schädel (siehe die Vize-Mavs 2006: Jason Terry, Josh Howard, Marquise Daniels und Erick Dampier). „A lot of it is rituals that guys have. Sometimes they take it off if they’re not shooting well“, äußert ein aufgeschlossener Meistertrainer. „Look, it’s a personal thing, so it’s fine with me. I’m not as discerning about how guys look. I’m more discerning about how guys are playing. If they’re playing good, they look good no matter what.“

Carlisle geht es folglich vor allem darum, dass die Akteure spielerisch ins Bild und Team passen – nicht darum, Style-Polizei zu spielen. Denn wäre dem so, hätte er Dirk Nowitzki schon vor Jahren ans Ende der Bank verbannen müssen. Schließlich kombinierte dieser einst (2009) seinen Langhaarlook mit einem Stirnband, um eben seine Mähne auf dem Parkett gebändigt zu bekommen. „I wore a headband when my hair was really, really long“, erinnert der große Blonde und erläutert seinen Fashionauftritt in gewohnt einnehmender Manier: „Other than that, I think it’s a bad look for me. But when the hair got really annoyingly long, I rocked it a couple of games. But I didn’t really like it that much, that’s why I cut [the hair]. Now I’m too old. It’s not a good look for a 40-year old to wear a headband, so I’m just going to go with the short hair.“

Eine episodisch personenbezogene Geschichte des Stirnbandes wäre indes unvollständig, wenn jenseits der unterhaltsamen 2000er Jahre nicht auch die frühen Pioniere gewürdigt und ihre Nachfolger herausgestellt werden. Schauen wir dazu nun auf die aufscheinende Seattle-Connection um Vorreiter Donald Earl „Slick“ Watts.

Über sechs Spielzeiten (1973-79) lief der ikonische Point Guard in der NBA auf. Viereinhalb Saisons, inklusive zweier Playoffteilnahmen während seiner produktivsten Jahre, verbrachte er bei den SuperSonics (mit ihrer reichen PG-Tradition: Lenny Wilkens, Gus Williams, Nate McMillan, Gary Payton). Zunächst ungedraftet, wurde er von Headcoach Bill Russell zum Tryout eingeladen, wo er zu überzeugen wusste und sich anschließend ins Team der Grün-Goldenen spielte. 1975/76 verbuchte Watts als Sonics-Starter 13,0 Zähler, 4,5 Bretter, 8,1 Korbvorlagen und überragende 3,2 Ballgewinne pro Partie – in letzteren beiden Kategorien führte er gar die Liga an (als erster Profi, dem dies gelang). Zudem stand der schnelle und gewandte Guard im All-Defensive First Team und erhielt den J. Walter Kennedy Citizenship Award für sein soziales Engagement. Derweil war es seine einzigartige Selbstpräsentation durch die er sich vom Gros der Spieler eindrücklich abhob.

Inzwischen den in den 70ern stolz zur Schau getragenen aufragenden Afros, buschigen Bärten und Langhaarfrisuren bestach „Slick“ durch seinen glattrasierten Kopf (seinerzeit, lange vor Michael Graham und MJ, ein Novum), den ein schmales, schräg sitzendes Stirnband zierte.

Sein Markenzeichen war dabei keineswegs nur ein Modestatement, sondern eine praktische Notwendigkeit. Denn schon in jungen Jahren hatte der Einser aus Mississippi, der seinen Collegeball an der Xavier University of Louisiana spielte, mit Kahlheit und infolgedessen mit dem Schweiß zu kämpfen. „I was sweating, and I was sweating a lot being bald and I was trying to find a way to keep sweat from going in my eyes“, bedeutet Watts. „So I started putting tape on when I played.“ Ein wenig hilfreicher Ansatz, wie sich schnell zeigte: „My skin came with the tape. So that was pretty horrifying.“

Anstatt seinen Kopf weiter mit Klebeband zu malträtieren wurde Watts alsbald anderweitig fündig. Nämlich in der Damenabteilung eines Sportgeschäfts in New Orleans. „So I went downtown one day and found one black headband and wore it for about two years.“ Alldieweil er damit nicht nur dem Schweiß erfolgreich Einhalt gebot, sondern sich auch der Spielerfolg umgehend einstellte. In seiner ersten Partie mit Stirnband erzielte er 40 Punkte …

Abgeguckt hatte Watts sich das nützliche Accessoire im Übrigen bei niemand Geringeren als dem „Big Dipper“. Neben ungezählten Rekorden und Superlativen kommt Wilt Chamberlain sonach auch das Verdienst zu, in der NBA das Headband eingeführt zu haben. Während seiner Lakers-Jahre (1968-73) begann der Dominator solch ein goldenes überaus stilsicher zu tragen. Ungleich zu den heutigen Modellen war es an der Stirn verbreitert, um den Schweiß aufnehmen zu können, und führte über den Ohren als schmales Band um den Hinterkopf. Gepaart mit buschigem Kinnbart, Kotletten und Mini-Fro, ein innovativer, zeitloser Look …

Diesen kann auch „Slick“ Watts für sich beanspruchen – wodurch er in der Liga und seiner Wahlheimat Seattle einen gewissen Kultstatus erreichte. Wenngleich er hin und wieder für seinen Kopfschmuck belächelt wurde (schließlich galten Headbands, die eher im Tennis, Fitness- und Ausdauersport anzutreffen waren, während seiner aktiven Zeit mitnichten als hip und verloren in den 80ern schnell an Zuspruch), schien ihn das kaum zu stören. Zumal Sonics-Coach Russell selbigen von seinem Aufbau nahezu einforderte. „When I got to the pros, they started making headbands and my coach wouldn’t let me come into the game without it because he had gotten used to seeing me with it on“, beglaubigt Watts.

Bis heute begleitet und bekleidet ihn das unverwechselbar schief sitzende, grüne oder goldene Stirnband. „When I wore it, I had a little style with it. It was my little thing at the time. Everywhere I went with it I was a hit.“ So brachte er damit nicht nur das Tragen der Teamfarben in der NBA auf den Weg, sondern fand in Seattle auch zwei prominente Jünger, die die Stirnbandtradition auf ihre Weise in der Association fortführen.

HIER geht es zum zweiten Teil der Headband History.

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