Seite auswählen

Der entrüstende Trade zwischen Indiana und Oklahoma City kurz vor Start der Free Agency hat die gesamte Dynamik dieser Transferperiode verändert. Paul George galt als bester verfügbarer Spieler, der das Meisterschaftsrennen aktiv beeinflussen kann. Wieso ist er dann bei den Thunder gelandet, statt in Boston oder Cleveland? Wieso hat das Pacers-Management diesem Deal zugestimmt? Und was hat das Ganze mit dem Rest der Liga zu tun?

Text: Seb Dumitru @nbachefkoch


In einem der überraschendsten Deals der Dekade haben die Indiana Pacers ihren Franchise-Player Paul George getradet. Allerdings nicht nach Boston, zu den Celtics. Und: nicht nach Los Angeles, zu den Lakers. Nein, auch nicht nach Cleveland, zu den weiterhin Manager-losen LeBrons.

Ausgerechnet die Oklahoma City Thunder sicherten sich die Rechte des vierfachen All-Stars und Goldmedaillengewinners von 2016. Wenn die Destination des 27-Jährigen überraschend war, entpuppte sich der Gegenwert, für den der neue Pacers-Präsident Kevin Pritchard letzten Endes den Abzugsfinger drückte, als absolut schockierend: Victor Oladipo; Domantas ‘Nicht-Arvydas’ Sabonis; und… Ende! Keine Draft-Picks, keine weiteren Zusicherungen, kein Geld.

Dass George zu einem baldigen Zeitpunkt getradet würde, war seit Wochen kein Geheimnis mehr. Niemand jedoch hatte die Thunder auf der Rechnung, die mit nur einer Transaktion die gesamte Free Agency Dynamik auf den Kopf stellten.

George galt als einer der wenigen “difference maker” in diesem Markt. Zwar kein Free Agent, war die Verfügbarkeit des Flügelspielers dennoch klar kommuniziert und ligaweit bekannt. Die Pacers hatten im Februar gegen einen Trade entschieden, in der Hoffnung, ihren Star via Supermax-Extension halten zu können. George, in einem schwachen Kader allein auf weiter Flur, schaffte den Sprung in ein All-NBA Team nicht; Indiana scheiterte in Playoff-Runde eins an Cleveland.

Ebenjene Cavaliers hatten sich gigantische Hoffnungen auf George gemacht. Er repräsentierte die vielleicht einzige Chance, den aktuellen Kader um LeBron James entscheidend zu verbessern, um in einem eventuellen Re-Re-Rematch mit Golden States Flügelarmada mithalten zu können. Dafür hätten die Cavs auch Kevin Love geopfert. Bostons Danny Ainge will die Cavs entthronen, hatte auf das Idealszenario Gordon Hayward plus George spekuliert. Dass Celtics-Macher am Morgen nach dem späten Trade angeblich schockiert waren, sprach Bände.

Der einen Leid ist bekanntlich einer anderen Freud’: Sam Presti, der normalerweise ultrakonservativ vorgeht, sah die einmalige Chance, auch ohne einen Cent Cap Space einen absoluten Top-Spieler zu addieren. OKCs Risiko hält sich in Grenzen, ist je nach Betrachtungswinkel sogar gänzlich abstinent.

Dieser Artikel, Podcast bzw. dieses Video ist exklusiv für Unterstützer von GOT NEXXT. Wenn Du Unterstützer werden und auf diese Inhalte zugreifen willst, werde Patron bei patreon.com/drevoigt oder frage nach den Bankdaten für einen Dauerauftrag bei dre@3meter5.de

Anmelden
   
Registrieren
*Benötigtes Feld