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Myles Turner hat seine Draft-Position längst ausgestochen, ist im Alter von nur 21 Jahren zum zweiten Hoffnungsträger der Indiana Pacers avanciert. Seine Sophomore-Saison zeigte auf, wohin seine NBA-Reise gehen kann. In den Playoffs 2017 bleibt Turner gegen Cleveland weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, hat Indiana durch seine schwachen Leistungen in den bisherigen drei Partien an den Rand einer Niederlage gebracht. 3meter5 hatte mit Turner gesprochen – und erzählt seine Story.

Text/Interview: Seb Dumitru @nbachefkoch


Myles Turner hat sich in Windeseile zum zweiten Franchise Player der Indiana Pacers entwickelt. Paul George war, ist und bleibt der wichtigste Mann beim Klub aus Indianapolis. In seinem Schatten ist Turner zur Säule gewachsen. Dass er erst vor wenigen Wochen seinen 21. Geburtstag feierte, stellt seine Produktivität in ein noch helleres Licht.

Der Sophomore hat seiner überraschend soliden Rookie-Saison neue Bestwerte hinterher geschoben. Sein Wachstum ist unübersehbar. 14,4 Punkte, 7,2 Rebounds und 2,1 Blocks im Schnitt bei Top-Quoten von 51 Prozent aus dem Feld, 35 Prozent Dreiern und 81 Prozent von der Freiwurflinie sind exzellente Werte für jeden Center – erst recht für einen Youngster in seinem zweiten Profijahr.

Obwohl der 2,11 Meter Mann als vielseitiger High Schooler überragte, ihm folglich die besten Universitäten der USA die Tür einrannten, plumpste sein Draft-Kurs während seiner einzigen College-Saison in Texas mächtig in den Keller. Er spielte bei den Longhorns ausser Position, in einem fraglichen System unter dem mittlerweile geschassten Coach Rick Barnes.

Kritiker bemängelten seinen seltsamen Laufstil, die fehlenden Post-Bewegungen und seine Hektik unter Druck. Am Draft-Abend 2015 drohte er sogar gänzlich aus der Lotterie zu purzeln – bis Larry Bird mit dem elften Pick zugriff. Bird ist notorisch bekannt dafür, den einstigen Conference Finalisten ohne eigenes Top-Neun Auswahlrecht zusammengestellt zu haben. George war einst Zehnter. Turner schaffte als Elfter den Sprung ins All-Rookie Second Team. Würde der Selektionsprozess von vor knapp zwei Jahren erneut abgehalten, er fiele mit Sicherheit nicht aus der Top-Vier.

Heute ist Turner der vierbeste Shotblocker der NBA. Er verankert die Abwehr der Pacers, ist dank seiner seltenen Mixtur aus Länge, Spannweite und Antizipation immer in der Nähe der Action unter dem Ring. Nur drei Spieler fordern pro Abend mehr Würfe am Ring heraus. Gegner treffen im Vergleich zum Liga-Durchschnitt knapp neun Prozent schlechter, wenn Turner in der Nähe ist. Er macht schnell Boden gut, kommt von der Weakside, verändert durch seine Präsenz die Aktionen seiner Opponenten. Mit ihm auf dem Parkett verteidigte Indiana wie eine Top-Ten Defensive. Seine teaminternen On/Off Splits werden nur von Paul George übertroffen.

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