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Obwohl technisch bereits mehr als 50 Prozent der Saison absolviert sind, stellt das All-Star Wochenende Jahr für Jahr die inoffizielle Halbzeitshow im NBA-Spielplan dar. Mehrere Tage Pause geben Spielern Gelegenheit, ein bisschen zu verschnaufen – und uns, um einen Blick zurück und voraus zu werfen. Wo stehen die 30 Teams heute, wie gut oder schlecht sind sie, und was geht noch in den verbleibenden zwei Monaten vor Beginn der Playoffs 2016?

Text: Seb Dumitru

Golden State Warriors

Bilanz: 48-4 (post-ASG 1-1)
WC Rang #1
Offense #1
Defense #2
Net #2

Ein Monsterstart, zwei Siege mehr zu diesem Zeitpunkt als während der Rekordsaison 2014/15 und einer Vorsprung auf den All-Time Rekord der Chicago Bulls – Golden State ist besser als je zuvor und auf dem besten Weg zurück ins NBA-Finale. Wer soll die Warriors stoppen? Eine Punktedifferenz von plus-12,5 (auch die ist besser als Chicagos plus-11,5 damals), eine blütenweiße Weste in der heimischen Oracle Arena, ein amtierender (und künftiger) MVP, ein möglicher Defensive Player of the Year, ein Assistenztrainer der den Coach of the Year Award gewonnen hätte, wenn der etatmäßige Head Coach nicht vor wenigen Wochen zurück gekehrt wäre… die Dubs sind offensiv und defensiv so erstklassig, dass sie sogar von ihrem größten (und für viele einzig ernstzunehmenden) Gegner in den Himmel gelobt werden. Übrigens: die MJ Bulls gewannen nach der Pause 25 ihrer verbliebenen 30 Partien. Halten die Warriors dieselbe Frequenz, gehen sie als historisch bestes Team der regulären Saison in die Geschichte ein.

San Antonio Spurs

Bilanz: 45-8 (post-ASG 2-1)
WC Rang #2
Offense #3
Defense #1
Net #1

Bei all dem Talk über die Warriors, Rekorde und was-nicht-alles fliegen die San Antonio Spurs unter dem Radar. Das ist fahrlässig, denn alles was Gregg Popovichs Mannen in dieser Saison geschafft haben, ist einen All-Star nahtlos in ihr System zu integrieren, einen ehemaligen Rollenspieler zum MVP-Kandidaten zu befördern und trotz ausgedehnten „Verletzungs-/Ruhepausen“ für ihre großen, alten Drei Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili den derzeit besten Net-Wert der Historie zu erspielen. Ihr habt richtig gehört: kein Team hat in den letzten 70 Jahren jemals einen besseren Unterschied zwischen erzielten und kassierten Punkten pro 100 Angriffen erreicht. Kawhi Leonard hat sich als vielleicht bester Two-Way Player der NBA etabliert, LaMarcus Aldridge hat im neuen Kalenderjahr seine Rolle im System gefunden. Die Spurs-Guillotine hackt also munter weiter, Köpfe rollen vor allem im Alamo, wo niemand mit den fünffachen Champs mithalten kann (28-0). Zu allem Überfluss (für die Gegner) verfügen die Texaner jetzt auch noch über den furchteinflössendsten Wischmop der Welt (Bobaaaan!), der im Frühjahr mindestens ein Playoff-Spiel entscheiden wird. Ihr habt es hier zuerst gehört.

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