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Tschechien besiegte im EM-Achtelfinale die favorisierten Kroaten – der größte Erfolg der Verbandsgeschichte. Bester Mann beim Überraschungsteam war wieder einmal Tomáš Satoranský. Der All-Rounder führt diesen Wettbewerb bei den Assists pro Spiel an und soll im Sommer 2016 endlich in die NBA wechseln – zu den Washington Wizards, die ihn vor drei Jahren drafteten. Bis es soweit ist, will er beweisen, dass er zurecht zu den besten jungen Point Guards des Kontinents gezählt wird. Wir haben mit ihm über das morgige Viertelfinale gegen Serbien, den FC Barcelona und gute Gene gesprochen. 

Interview: Seb Dumitru

3meter5: Das Erreichen der drittletzten Runde ist der größte Erfolg in der Geschichte des tschechischen Basketballs. Niemand hatte euch das zugetraut…
Tomáš Satoranský: Ich denke wir haben bewiesen, dass wir eine perfekte Mischung im Team haben und dass der Basketball in Tschechien auf dem Vormarsch ist. Das sehe ich übrigens bei vielen Teams dieser EM – selbst Island konnte in Gruppe B mit einigen sehr guten Mannschaften mithalten. In ganz Europa entwickelt sich der Sport weiter, es gibt mehr Talente als jemals zuvor, und es ist nur eine Frage der Zeit, ehe die „Kleinen” mit den Großen nicht nur mithalten können, sondern sie auch schlagen werden.

Was war der Grund für euren klaren Blowout-Sieg gegen die favorisierten Kroaten im Achtelfinale?
Definitiv unsere Defense. Wir haben sie von Anfang an sehr gut verteidigt, haben ihnen nur 31 Punkte in der ersten Halbzeit erlaubt, und haben mit unseren Fastbreaks gepunktet. Sie konnten nicht mit uns mithalten. Wenn vorne die Schüsse fallen, ist es eben schwer uns zu schlagen. Wir haben keine Angst vor talentierteren Mannschaften.

Die Viertelfinals starten heute und sind für die verbliebenen Teams das siebte Spiel in zehn respektive elf Tagen. Wie hart ist der Spielplan bei dieser von der FIBA katastrophal konzipierten EM?
Sehr hart. Wir haben keine Pause, die Spiele sind unerbittlich. Man hat auch bei uns gesehen, dass wir müde wurden, die Beine haben nicht mehr mitgemacht. Ich war richtig platt, habe mir ein paar dumme Ballverluste geleistet. Umso wichtiger war es, dass wir uns da durch gekämpft haben, ich wusste nicht ob wir das in uns haben.

Wie groß sind die Chancen, die ihr euch gegen die „großen” Serben im Viertelfinale ausrechnet?
Wir müssen ambitioniert sein. Es reicht uns nicht, dass wir es so weit geschafft haben. Solche Gelegenheiten muss man nutzen, denn sie kommen nicht allzu häufig vor im Leben. Wir wollen unseren Traum am Leben erhalten und etwas Großes erreichen.

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